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Ich war tot! Ein Blick in die Ewigkeit - 1

Neuseeland: Ian McCormack wurde bei einem nächtlichen Tauchausflug auf Mauritius von einer tödlichen Quallenart gestochen. Nach dem Transport ins Krankenhaus kam es bei ihm zu einem Herzstillstand. Ian McCormack war für ca. 15 Minuten tot und kam wieder ins Leben zurück. Erfahren Sie hier, was Ian während der Zeit seines Todes erlebt hat und welche Auswirkungen dieses Ereignis auf sein Leben hatte.

Ian war zur Hochzeit seines Bruders nach Südafrika gereist und legte auf der Heimreise nach Neuseeland einen Zwischenaufenthalt in Mauritius ein, um dort seine Kontakte mit alten Bekannten wieder aufzufrischen. Dieser Aufenthalt sollte sein Leben gründlich verändern, denn eine Nacht voller Schrecken gestaltete sich zu einem Wettlauf mit dem Tod, wobei Ian sogar die Schwelle nach drüben überschritt. Hier erzählt er seine Geschichte:

Helle Blitze zuckten über den Himmel und erleuchteten die schwarzen Sturmwolken, die sich drohend am Horizont über dem Meer auftürmten. Wir hielten Kurs auf die Seite zum offenen Meer hin, wo das Riff steil abfällt. Der Bootsführer blieb an Bord. Wir wollten zusammenbleiben, doch ohne es zu merken, schwammen Simon, mein Begleiter, und ich in verschiedene Richtungen. Ich tauchte.

Von Giftquallen gestochen

Mit der Hand, an der ich einen Schutzhandschuh trug, griff ich nach einem vermeintlichen Tintenfisch, doch dieses Etwas rutschte mir einfach durch die Finger. Es war wirklich sehr seltsam — so etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen! Plötzlich fühlte ich mich wie von einem heftigen Schlag betäubt. Mein Arm wurde von einem brennenden Schmerz zurückgestossen.

Es fühlte sich an, als ob man den Arm in die Stromleitung rammt, während man barfuss auf nassen Boden steht. Ich schaute meinen Arm an und erwartete, Blutspuren zu sehen; doch alles schien normal zu sein, bis auf dieses spürbare, langsame Pochen. Ich dachte, ich könne noch ein paar Langusten einfangen, bevor ich zum Boot zurückkehrte. Vielleicht weiss der Bootsführer, was mich erwischt hat. Obgleich mir noch zwei seltsam aussehende Quallen auffielen, die gemächlich in meine Richtung trieben, beachtete ich diese nicht sonderlich. Peng! Da geschah es wieder. Als ich rückwärts gestossen wurde, stellte ich verwundert fest: das sind die Quallen!

Als Rettungsschwimmer hatte ich gelernt, dass einige Quallen ausserordentlich giftig sind. Ich tauchte an die Oberfläche und schnappte nach Luft. Die Sturmwolken hingen tief. Es wurde schwierig, die Umrisse des Bootes finden. Ich fing an, in Richtung Riff schwimmen, wo das Boot sein musste. — Plötzlich wieder ein Schlag. Bumm! Während ich knapp an der Wasseroberfläche tauchte und mich in Richtung Riff hielt, richtete ich den Strahl meiner Lampe nach unten und sah zu meinem Entsetzen eine riesige Menge von Quallen. Es schienen Tausende zu sein. Ich empfand es als Ewigkeit, bis ich das Riff erreichte und wenig später Simon fand. Nach Anweisung von Simon stieg ich aus dem Wasser, wobei ich mit einer weiteren Qualle konfrontiert wurde. Mühsam kletterte ich auf‘s Riff.

Das Gift fängt an zu wirken

Mein Arm war angeschwollen zur Grösse eines Fussballs und war dort, wo er mit den langen Tentakeln in Berührung gekommen war, von Blasen übersät. Simon kam zu mir herüber und wunderte sich, wie um alles in der Welt ich so gesprenkelt aussehen konnte. Als er meinen Arm anschaute, kamen ihm fast die Augen heraus. "Wie viele waren es?", flüsterte er und konnte seine panische Angst nicht verbergen. Ich hielt vier Finger hoch. "Ich glaube vier." "Durchsichtige Dinger?" "Ja", antwortete ich, ganz erstaunt über seine Fragen. "Eine, und c‘est fini!" Er blieb plötzlich stehen und fuhr mit dem Zeigefinger quer über den Hals. Er war jetzt wirklich von panischer Angst gepackt, genau wie ich.

Da ich meinen Arm nicht mehr bewegen konnte, mussten Simon und der andere Taucher mich praktisch durch das Wasser zum Boot zurückschleppen. Auf dem Weg dorthin wurde ich noch einmal getroffen. Meine Begleiter hatten da nichts zu befürchten, weil sie Neopremanzüge mit langen Hosen und Ärmeln hatten. Meine waren nur kurz. Sie luden mich ins Boot und redeten hektisch auf den Bootsjungen ein, dass er mich so schnell wie möglich zurückrudern solle. Ich wusste, ich musste das 18 Kilometer entfernte Krankenhaus erreichen. Doch diese Strasse musste wohl einer der am wenigsten bevölkerten Landstriche der Insel sein, besonders um Mitternacht.

Wettlauf gegen den Tod

Auf der Strasse brach ich zusammen und kämpfte darum, nicht einfach einzuschlafen. "Wenn du die Augen zumachst, wachst du nie wieder auf", waren die Worte einer deutlich vernehmbaren Stimme. Während ich diese vernichtende Schläfrigkeit abschüttelte, versetzte mir die Realität einen Schlag. Wenn ich es nicht bis zum Krankenhaus schaffte und kein Gegengift bekäme, würde ich sterben.

Ich zog mich mühsam hoch und humpelte die Strasse entlang. Nach ungefähr 100 Metern schöpfte ich eine leise Hoffnung, als ich vor einem Restaurant auf eine Gruppe indischer Taxifahrer traf. "Können Sie mich zum Krankenhaus bringen?", brachte ich mühsam hervor. "Wieviel zahlen Sie uns?", war die Antwort. Verwirrt sagte ich: "Ich habe kein Geld bei mir." "Sie sind verrückt", sagten sie und gingen weg. "Willst du nicht um dein Leben betteln, Ian?" Da war wieder diese Stimme. Ich ging auf die Knie, streckte die Hände aus und bettelte: "Bitte! Bitte fahren Sie mich hin, ich sterbe sonst." Ich schaute auf ihre Füsse und zwei Männer gingen lachend weg. Doch der jüngere Mann hatte irgendwie Mitleid und kam herüber, um mir zu helfen. Er hob mich in seinen Wagen und fuhr los. Auf halber Strecke hatte der Fahrer es sich aber anders überlegt, denn vor einem Touristenhotel trat er auf die Bremse, öffnete die Tür und stiess mich hinaus auf die Strasse.

Während ich mich in Richtung Eingang des Hotels schleppte, spürte ich kaum meine Füsse. "Ian! Was ist los? Bist du betrunken, oder was?" Nach einem Blick auf meinen Arm packte mich Daniel, einer meiner Trinkgenossen, und rannte in die Bar. Der Besitzer, ein Chinese, und ein paar Freunde sassen beim letzten Drink für diese Nacht. Er liess mich zurück und eilte weg. Die anderen wandten sich einfach ihren Drinks zu. Ich bat sie und auch den chinesischen Hotelier, mich ins Krankenhaus zu bringen, doch alle weigerten sich und sagten, ich müsse auf den Krankenwagen warten.

Der Film vor den Augen

Als die Ambulanz ankam, war mein Körper vollständig gelähmt. Auf dem Weg ins Krankenhaus zog mein Leben an mir vorbei. Ich war Atheist, doch ich wusste, dass ich fast tot war und keine Ahnung hatte, was dann kommen würde. Wie in einer Vision sah ich meine Mutter, damals, als ich noch ein kleiner Junge war. Sie hatte mir immer wieder gesagt: "Wenn du irgend ein ernstes Problem hast, dann rufe nach Gott." Da ich nicht wusste, was ich sagen sollte, schrie ich einfach im Herzen: "Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann hilf mir beten." Sofort kam mir das "Vaterunser" in den Sinn. Zum ersten Mal betete ich wirklich aus ganzem Herzen und lud Jesus Christus ein, mein Leben in die Hand zu nehmen. "Vergib mir, wie ich meinen Schuldnern vergebe..." Mir war auch sofort bewusst, dass ich dem indischen Taxifahrer und dem chinesischen Hotelier verzeihen musste.

Beim Krankenhaus angekommen mass die Krankenschwester zweimal meinen Blutdruck, konnte aber keinen Pulsschlag finden. Ich hatte einen Kollaps erlitten. Die Ärzte versuchten, mit Gegengift- und Dextrose-Injektionen mein Leben zu retten, doch anscheinend vergeblich. Innerhalb von nur wenigen Minuten war ich ihnen entglitten. Ungefähr 15 Minuten lang war kein Lebenszeichen festzustellen.

Die Todesschwelle überschritten

Während dieser Zeit befand ich mich an einem sehr finsteren Ort. Da ich nicht feststellen konnte, wo ich war, suchte ich nach einem Lichtschalter. Als ich meine Hand ausstreckte, konnte ich aber nichts fühlen. Meine Hände schienen sogar durch meinen eigenen Körper hindurchzugreifen. Ein kaltes Gruseln überkam mich.

Allmählich hörte ich aus der Dunkelheit männliche Stimmen, die mich anschrieen: "Halt‘s Maul!", und dass ich es verdiene, hier in der "Hölle" zu sein. Dann kam ein glänzender Lichtstrahl und begann, mich sofort nach oben zu ziehen. Ich fühlte mich davon angezogen und wie ein Stäubchen in einem Sonnenstrahl nach oben getragen.

Hier gelangen Sie zum zweiten Teil seiner Geschichte.


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